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Brandrisiko Hotspot PV-Anlage Gefahr – Wie sicher ist Ihre Solartechnik?

  • Autorenbild: René
    René
  • 10. März
  • 3 Min. Lesezeit

Die Sicherheit von Photovoltaikanlagen ist im Jahr 2026 ein zentrales Thema für Hausbesitzer und Versicherungen. Obwohl das statistische Risiko gering ist – nur etwa 0,006 % aller Anlagen sind von Bränden betroffen –, können die Folgen eines Feuers verheerend sein. Ein einzelner Brandfall pro rund 16.667 Anlagen klingt zunächst beruhigend, doch für den betroffenen Eigentümer bedeutet es oft den Totalverlust der Immobilie. Die größte Gefahr resultiert dabei aus unsichtbaren Defekten, die über Jahre hinweg thermisch degradieren. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Hotspots entstehen, warum sie eine Brandquelle darstellen und wie Aerolytik mittels Drohnen-Thermografie dieses Risiko proaktiv eliminiert.


Die Physik der Entzündung: Was ist ein Hotspot?


Ein Hotspot (Heißpunkt) entsteht, wenn eine Solarzelle innerhalb eines Moduls keinen Strom mehr produziert, sondern stattdessen zum Verbraucher wird. Dies geschieht durch Verschattung (Laub, Vogelkot), Zellrisse oder fehlerhafte Bypass-Dioden. Da die Zellen in einem Modul in Reihe geschaltet sind, drückt der Strom der funktionierenden Zellen durch die defekte Zelle hindurch. Dabei wirkt die schadhafte Stelle wie ein elektrischer Widerstand.

Gemäß dem Stefan-Boltzmann-Gesetz lässt sich die emittierte Wärmeenergie präzise berechnen. Ein Hotspot kann Temperaturen von weit über 100 °C erreichen. Diese lokalen Überhitzungen schädigen die schützenden EVA-Folien (Laminierung) und können die Rückseitenfolie des Moduls durchschmelzen. Wenn brennbare Dachbaustoffe wie Bitumen oder EPS-Dämmung unmittelbar darunter liegen, entsteht eine lebensgefährliche Zündquelle.


Die Rolle der Bypass-Dioden und ihre Defekte


Bypass-Dioden sind die "Sicherheitsventile" des Solarmoduls. Sie sollen den Strom an verschatteten oder defekten Zellbereichen vorbeileiten, um Überhitzung zu verhindern. Doch diese Dioden können selbst zum Risiko werden: Wenn sie durch Überspannung (z. B. ferner Blitzschlag) oder Materialermüdung ausfallen, bleibt der Schutz aus. Ein Diodenfehler führt oft zum Ausfall eines gesamten Moduldrittels und ist eine der häufigsten Ursachen für das Hotspot Szenario.


VdS 3145:2025 – Neue Richtlinien für den Brandschutz


Die deutschen Versicherer haben auf die technologischen Entwicklungen reagiert. Die neue Richtlinie VdS 3145:2025 (ehemals VdS 3145:2017) verschärft die Anforderungen an den Betrieb von PV-Anlagen. Wesentliche Neuerungen betreffen:

  1. Regelmäßige Prüffristen: Eine jährliche Sichtprüfung sowie eine umfassende elektrische Prüfung mindestens alle vier Jahre sind nun Standardvorgaben vieler Policen.

  2. Thermografie-Pflicht: Die radiometrische Untersuchung zur Früherkennung von Hotspots wird ausdrücklich als Maßnahme zur Risikominimierung empfohlen.

  3. Lichtbogenerkennung (AFCI): Moderne Wechselrichter müssen über Systeme verfügen, die serielle Lichtbögen an losen Steckverbindungen erkennen und die Anlage sofort abschalten.

Wer diese Wartungsintervalle vernachlässigt, handelt im Sinne der Versicherer grob fahrlässig und riskiert seinen Versicherungsschutz.


Drohnen-Thermografie: Prävention auf Experten-Niveau


Aerolytik nutzt die berührungslose Inspektion aus der Luft, um das Hotspot Gefahrenpotenzial Ihrer Anlage lückenlos zu scannen. Unsere DJI M4T Drohne erfasst Wärmebilder mit einer Auflösung, die selbst kleinste thermische Anomalien (Sub-String-Fehler) sichtbar macht.


Vorteile der Drohnen-Inspektion für den Brandschutz:


  • Vollständigkeit: Im Gegensatz zur manuellen Prüfung vom Boden oder von der Leiter aus scannen wir jedes einzelne Modul im optimalen Winkel.

  • Sicherheit für das Dach: Wir betreten Ihr Dach nicht. Jede Begehung stellt eine mechanische Belastung dar, die neue Mikrorisse verursachen kann – die Keimzelle für künftige Hotspots.

  • DIN-konforme Analyse: Unsere Berichte klassifizieren Anomalien nach DIN IEC/TS 62446-3. Wir unterscheiden zwischen unbedenklichen Erwärmungen und kritischen Defekten, die einen sofortigen Austausch erfordern.


Besonders wichtig ist die Inspektion bei sogenannten Ü-20 Anlagen, die aus der EEG-Förderung fallen. Hier führen Alterung und Materialermüdung zu einem erhöhten Risiko für Isolationsfehler und thermische Defekte.


Wirtschaftliche Aspekte: Brandschutz spart bares Geld


Eine Investition in den Brandschutz ist immer auch eine Investition in den Ertrag. Ein Modul mit einem massiven Hotspot verliert nicht nur an Leistung, sondern zieht durch die Serienschaltung oft die Performance des gesamten Strings nach unten. Ertragseinbußen von 10-30 % sind keine Seltenheit.

Durch die frühzeitige Erkennung und den Austausch eines defekten Moduls (oft noch innerhalb der Herstellergarantie von 25 Jahren) sichern Sie Ihre Rendite. Zudem belohnen einige Versicherer nachgewiesene jährliche Inspektionen mit Rabatten auf die Prämie oder dem Verzicht auf die Selbstbeteiligung im Schadensfall.


Fazit: Welche Gefahr lauert bei Hotspots auf PV-Anlagen?


Die Gefahr eines Hotspot an Ihrer PV-Anlage ist real, aber durch moderne Technik beherrschbar. Verlassen Sie sich nicht auf das Prinzip Hoffnung. Eine regelmäßige Drohnen-Inspektion durch Aerolytik ist die effizienteste Versicherung gegen unerkannte Defekte. Wir liefern Ihnen die Gewissheit, dass Ihre Anlage sicher arbeitet und Ihr Zuhause schützt. Sorgen Sie vor, bevor aus einer kleinen thermischen Anomalie ein großer Schaden wird.


Einfamilienhaus mit PV-Anlage auf dem Dach und einer Drohne im Vordergrund

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