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PID und Degradation: Wie Sie unsichtbare PV-Modul Defekte erkennen und Leistungsverluste stoppen

  • Autorenbild: René
    René
  • 13. März
  • 3 Min. Lesezeit

In der Welt der Photovoltaik gibt es Gefahren, die man nicht sieht, nicht hört und erst bemerkt, wenn es für die Rendite fast zu spät ist. Zwei der tückischsten Phänomene im Jahr 2026 sind die potenzialinduzierte Degradation (PID) und die schleichende Alterung der Zellen. Während ein Glasbruch offensichtlich ist, müssen Experten spezialisierte Methoden anwenden, wenn sie diese schleichenden PV-Modul Defekte erkennen wollen. Dieser Artikel beleuchtet die physikalischen Hintergründe von PID, erklärt die Auswirkungen auf Ihre Anlage in Brandenburg und zeigt auf, wie Aerolytik mittels Drohnen-Thermografie Ihre Investition rettet.


Die Physik des schleichenden Todes: Was ist PID?


Die potenzialinduzierte Degradation (PID) ist ein elektrochemisches Phänomen, das vor allem bei Anlagen mit hohen Systemspannungen auftritt. Es entsteht durch ein hohes negatives Potenzial zwischen den Solarzellen und dem geerdeten Modulrahmen. In Kombination mit Feuchtigkeit – wie sie in den nebligen Herbst- und Wintermonaten in Brandenburg häufig vorkommt – entstehen Leckströme.

Dabei wandern positive Natrium-Ionen aus dem Frontglas in Richtung der Solarzelle. Diese Ionen lagern sich an der Zelloberfläche an und führen zu einem teilweisen Kurzschluss des p-n-Übergangs. Das Resultat: Die Zelle produziert kaum noch Strom. Das Fatale daran ist, dass PID oft ganze Modulreihen am negativen Ende eines Strings betrifft und zu Ertragseinbußen von bis zu 50 % führen kann. Ohne technisches Equipment können Sie diese PV-Modul Defekte erkennen, ist im Alltag für Laien unmöglich.


Degradation vs. Defekt: Den Unterschied verstehen


Jedes Solarmodul altert. Seriöse Hersteller kalkulieren eine natürliche Degradation von ca. 0,5 % pro Jahr ein. Nach 25 Jahren sollte die Anlage also noch etwa 80-87 % ihrer Nennleistung erbringen. Wenn Sie jedoch feststellen, dass Ihre Erträge bereits nach fünf Jahren um 10 oder 20 % eingebrochen sind, handelt es sich meist um einen technischen Defekt oder eben um PID. Nur wenn wir diese PV-Modul Defekte erkennen, können wir rechtzeitig Gegenmaßnahmen wie den Einsatz einer Offset-Box einleiten, die das Potenzial nachts umkehrt und den Effekt oft reversibel "heilt".   


Drohnen-Thermografie: Die effizienteste Methode, um PV-Modul Defekte erkennen zu können


Früher mussten Module für die PID-Analyse mühsam im Labor unter Dunkelkennlinien-Messungen (Elektrolumineszenz) geprüft werden. Heute ermöglicht Aerolytik diesen Check im laufenden Betrieb direkt auf Ihrem Dach in Berlin oder Brandenburg.


Charakteristische Wärmemuster identifizieren


Wenn wir mittels Drohnen-Thermografie nach PID suchen, halten wir Ausschau nach dem "Schachbrettmuster". Da PID oft die Zellen am Rand des Modulrahmens zuerst betrifft, zeigen diese im Infrarotbild eine signifikant höhere Temperatur als die gesunden Zellen in der Mitte. Da die betroffenen Zellen den Strom nicht mehr in elektrische Energie umwandeln, wird die Energie in Wärme dissipiert.

Dank der radiometrischen Sensoren unserer DJI M4T können wir diese Temperaturunterschiede ($ \Delta T $) auf ein Zehntel Grad genau messen. Dies ist der sicherste Weg, wie wir frühzeitig PV-Modul Defekte erkennen und dokumentieren können. Unser Bericht klassifiziert diese Fehler nach DIN IEC/TS 62446-3, was für Sie die Grundlage für Reklamationen beim Hersteller bildet.


Warum Brandenburgs Klima PID begünstigt


Brandenburg ist zwar sonnenreich, weist aber durch seine vielen Seen und Flussläufe oft eine hohe Luftfeuchtigkeit auf, besonders in den Morgenstunden. Diese Feuchtigkeit bildet einen leitfähigen Film auf den Modulen, der den Ionentransport bei PID massiv beschleunigt. Zudem sind viele ältere Anlagen (Ü-20) in der Region noch mit Wechselrichtern ausgestattet, die keine Erdung des Minuspols zulassen, was das PID-Risiko drastisch erhöht.

Wenn wir bei einer Inspektion im Havelland oder der Uckermark solche PV-Modul Defekte erkennen, beraten wir Sie auch zu technischen Lösungen:

  • PID-Boxen: Diese Geräte laden den Strang nachts positiv auf und machen die Degradation oft innerhalb weniger Wochen rückgängig.

  • Repowering: Manchmal ist der Austausch alter, anfälliger Module gegen moderne, PID-resistente Glas-Glas-Module wirtschaftlich sinnvoller.


Fazit: Werden Sie aktiv, bevor der Ertrag verschwindet


Warten Sie nicht, bis Ihre Stromabrechnung rot wird. Unsichtbare Schäden wie PID ruinieren Ihre Amortisationsrechnung schleichend, aber gewaltig. Nur wenn Experten wie Aerolytik rechtzeitig Ihre PV-Modul Defekte erkennen, bleibt Ihre Anlage ein profitables Kraftwerk. Nutzen Sie unsere Drohnen-Inspektion als Gesundheitscheck für Ihr Solardach – präzise, berührungslos und rechtssicher.


Einfamilienhaus mit großflächiger PV-Anlage auf dem Dach

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