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Photovoltaik‑Inspektion im Winter – Worauf Hauseigentümer in Berlin & Brandenburg achten sollten

  • Autorenbild: René
    René
  • 9. Dez. 2025
  • 4 Min. Lesezeit

Photovoltaik Inspektion im Winter: Maximale Leistung trotz Schnee und Kälte



Die Solarpflicht in Berlin und Brandenburg hat zu einem Boom bei Photovoltaik‑Anlagen auf privaten Hausdächern geführt. Doch sobald die Temperaturen fallen und Schnee die Dächer bedeckt, fragen sich viele Eigentümer, wie zuverlässig ihre Anlage noch arbeitet. Branchenanalysen zeigen, dass PV‑Anlagen auch im Winter Strom erzeugen, aber durch diffuse Strahlung und Frost anderen Belastungen ausgesetzt sind als im Sommer. In der Praxis zeigen sich häufig Leistungsabfälle, die auf verschattete Module, Mikrorisse oder feuchte Steckverbindungen zurückzuführen sind. Eine professionelle Inspektion in der kalten Jahreszeit hilft, diese Schwachstellen frühzeitig zu erkennen. Der folgende Beitrag erklärt, warum Winterinspektionen sinnvoll sind, welche typischen Fehlerbilder auftreten und wie eine kombinierte optische und thermografische Drohneninspektion den Ertrag sichert.



Warum Photovoltaik‑Anlagen auch im Winter gewartet werden sollten


Auch wenn die Tage kürzer sind und die Sonnenstrahlung geringer ausfällt, produzieren Photovoltaik‑Module selbst bei diffusem Licht weiterhin Strom. Damit dieser Ertrag optimal bleibt, ist die Photovoltaik Inspektion im Winterbesonders wichtig. Die ständige Abfolge von Frost und Tauwetter führt zu mechanischen Spannungen innerhalb der Zellen. Erfahrungen aus der Praxis deuten darauf hin, dass Mikrorisse durch Temperaturwechsel begünstigt werden. Diese feinen Risse sind von außen kaum sichtbar und können sich unter Schneelast oder Eis vergrößern. Darüber hinaus kann gefrierendes Wasser in Montageschienen eindringen und beim Ausdehnen Halterungen lockern. Eine regelmäßige Inspektion prüft, ob die Unterkonstruktion noch fest sitzt, Abdichtungen intakt sind und ob die Module frei von Beschädigungen sind. Wer diese Punkte im Winter ignoriert, riskiert im Frühjahr teure Reparaturen oder sogar den Austausch ganzer Module.


Winterliche Niederschläge bergen ein weiteres Risiko: Eindringende Feuchtigkeit kann Steckverbinder und Anschlussdosen angreifen. Wenn Wasser gefriert, entstehen kleine Lücken im Isolationsmaterial, die bei Tauwetter zu Kriechströmen oder Kurzschlüssen führen können. Branchenanalysen zeigen, dass eine frühzeitige Entdeckung solcher Defekte die Sicherheit erhöht und Folgeschäden verhindert. Durch eine Photovoltaik Inspektion im Winter werden auch Ablagerungen wie Laub, Vogelkot oder Schmutz erkannt, die sich unter einer dünnen Schneedecke verbergen und den Ertrag verringern. Wer jetzt reagiert, sichert sich im Frühjahr einen reibungslosen Start in die sonnenreiche Jahreszeit.



Typische Fehlerbilder bei Winterinspektionen



Eine gründliche Photovoltaik Inspektion im Winter offenbart eine Reihe typischer Schadensbilder. Besonders verbreitet sind Mikrorisse in den Zellen, die durch extreme Temperaturunterschiede oder mechanische Belastungen während starker Schneefälle entstehen. Diese feinen Brüche führen zu Hotspots, also lokal überhitzten Bereichen, die langfristig die gesamte Zelle schädigen können. Praxisberichte zeigen, dass Hotspots häufig erst unter thermografischer Betrachtung sichtbar werden – auf dem Wärmebild zeichnen sie sich als helle Punkte ab.


Ein weiteres häufiges Problem ist die delaminierte EVA‑Folie, die die Solarzellen vor Feuchtigkeit schützt. Im Winter kann die Kombination aus Kälte und UV‑Strahlung zu Ablösungen führen, durch die Wasser eindringt und die Module von innen heraus zerstört. Außerdem treten bei älteren Modulen häufig gelbliche Verfärbungen dieser Folie auf, die auf Alterung hinweisen. Werden solche Veränderungen früh erkannt, lassen sich Module gezielt austauschen und größere Schäden vermeiden.


Bei vielen Sichtprüfungen tauchen zudem lose oder korrodierte Kontakte auf. Feuchte und salzhaltige Luft in der Nähe von Straßen, kombiniert mit Frost, fördert die Oxidation von Steckverbindern und Schienen. Diese Schäden lassen sich durch eine Photovoltaik Inspektion im Winter identifizieren und oft mit geringem Aufwand beheben. Nicht zuletzt sind neu gewachsene Bäume oder verschobene Dachaufbauten eine häufige Ursache für Verschattung, die im Winter unbemerkt bleibt. Eine Inspektion hilft dabei, solche Quellen zu erkennen und zu beseitigen.


Die Vorteile einer drohnengestützten Winterinspektion



Moderne Drohnentechnik eröffnet völlig neue Möglichkeiten der Anlagenüberwachung. Eine kombinierte optische und thermografische Inspektion erlaubt es, Schäden aus der Luft schnell und sicher zu lokalisieren. Der Blickwinkel von oben erfasst auch schwer zugängliche Stellen, ohne dass jemand aufs Dach steigen muss. Gerade im Winter, wenn Dächer glatt und gefährlich sind, ist das ein entscheidender Vorteil. Drohnen liefern hochauflösende Bilder, aus denen sich Verschmutzungen, gebrochene Rahmen oder gelöste Halterungen deutlich erkennen lassen. Eine fachkundige Auswertung dieser Bilder identifiziert betroffene Module, bevor sie zu einem Sicherheitsrisiko werden.


Die Thermografie deckt unsichtbare Defekte auf. Erfahrungen aus der Praxis deuten darauf hin, dass Hotspots und Mikrorisse bei niedrigen Außentemperaturen besonders gut zu erkennen sind, weil der Temperaturunterschied zwischen defekten und intakten Bereichen größer ist. In Kombination mit der optischen Analyse wird so ein umfassendes Fehlerbild erzeugt. Hausbesitzer erhalten einen detaillierten Prüfbericht, der dokumentiert, welche Maßnahmen notwendig sind – von der einfachen Reinigung bis zum Austausch einzelner Module. Darüber hinaus kann die jährliche Inspektion Voraussetzung für Garantie- und Versicherungsansprüche sein. Wer sich für ein Inspektions‑Abo entscheidet, profitiert von regelmäßiger Kontrolle zu vergünstigten Preisen und erhöht die Lebensdauer seiner Anlage nachhaltig.



Winterwartung und Ertragsoptimierung



Eine Photovoltaik Inspektion im Winter ist der erste Schritt, um die Leistung der Anlage in der kalten Jahreszeit zu optimieren. Nach der Inspektion sollten Eigentümer die Module gegebenenfalls von Laub, Moos und Vogelkot befreien lassen. Zwar rutscht Schnee bei einem Dachneigungswinkel von 30 bis 40 Grad meist von selbst ab, doch schon eine dünne Schicht kann die Einstrahlung reduzieren. Reinigungsexperten empfehlen, auf gefährliche Eigenreinigung zu verzichten und stattdessen professionelle Dienste zu nutzen, um Kratzer und Unfälle zu vermeiden. In vielen Fällen ist es sinnvoll, Reinigungsarbeiten mit einer Wartung zu kombinieren, um die Kosten zu minimieren.


Neben der Reinigung spielen auch technische Anpassungen eine Rolle. In der Praxis zeigen sich häufig Ertragssteigerungen, wenn Wechselrichter für die winterlichen Bedingungen optimiert oder Speicherlösungen integriert werden. Batteriesysteme speichern überschüssigen Strom und stellen ihn in den Abendstunden zur Verfügung. Ebenso kann eine Anpassung der Modulverkabelung oder das Nachrüsten von Optimierern helfen, Verschattungen auszugleichen. All diese Maßnahmen bauen auf den Erkenntnissen einer Photovoltaik Inspektion im Winter auf. Deshalb sollten Hausbesitzer den Bericht genau analysieren und mit Fachbetrieben planen, welche Schritte notwendig sind.



Fazit



Der Winter stellt Photovoltaik‑Anlagen vor besondere Herausforderungen, aber er bietet auch die Chance, die Anlage fit für das kommende Jahr zu machen. Eine professionelle Photovoltaik Inspektion im Winter deckt Mikrorisse, Hotspots, Delaminationen und lose Kontakte auf, die unter der Schneedecke verborgen bleiben. Branchenanalysen zeigen, dass eine frühzeitige Reparatur die Lebensdauer der Module verlängert, die Sicherheit erhöht und den Ertrag verbessert. In der Praxis zeigt sich häufig, dass Hausbesitzer, die ihre Anlage regelmäßig prüfen lassen, seltener mit teuren Ausfällen konfrontiert werden. Die Kombination aus optischer und thermografischer Drohneninspektion sorgt dafür, dass auch schwer zugängliche Bereiche ohne Risiko untersucht werden können. Wer jetzt investiert, profitiert im Frühjahr von einer optimal eingestellten Anlage und verpasst keine Sonnenstunde. Nutzen Sie die ruhige Zeit des Jahres, um Ihre Photovoltaik‑Anlage durchzuchecken und planen Sie notwendige Reinigungen oder Reparaturen rechtzeitig ein. So sichern Sie nicht nur Ihre Investition, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur regionalen Energiewende.

Solarzellen unter einer dünnen Schneeschicht, die von einer Drohne aus der Luft inspiziert werden.

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