Versicherung und Garantie für Photovoltaikanlagen – Sicherheit durch Absicherung
- René

- 6. Jan.
- 4 Min. Lesezeit
Einleitung
Der Aufbau einer Photovoltaikanlage stellt eine bedeutende Investition dar. Umso wichtiger ist es, diese Investition abzusichern. In Berlin und Brandenburg fordern Wetterextreme wie Stürme, Hagel und starke Schneefälle die Anlagen zunehmend heraus. Gleichzeitig bestehen für Hausbesitzer oft Unklarheiten: Welche Schäden deckt die gesetzliche Gewährleistung ab, wofür haftet der Hersteller und wann greift eine spezielle Photovoltaikversicherung? Branchenanalysen zeigen, dass viele Schäden auf Montagefehler oder mangelnde Wartung zurückgehen und sich dann nicht ohne Weiteres regulieren lassen. In der Praxis zeigt sich häufig, dass eine klare Trennung von Gewährleistung, Garantie und Versicherung entscheidend ist, um im Ernstfall Ansprüche geltend zu machen. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die wichtigsten Absicherungsformen und erläutert, wie regelmäßige Inspektionen die Basis für jeden Anspruch bilden.
Gewährleistung – Verantwortung des Installateurs
Die Gewährleistung ist der gesetzlich verankerte Anspruch des Kunden gegenüber dem Installationsbetrieb. Sie verpflichtet den Betrieb, dafür zu sorgen, dass die Photovoltaikanlage zum Zeitpunkt der Übergabe frei von Mängeln ist. Branchenanalysen zeigen, dass Montagefehler wie lose Klemmen, undichte Dachdurchführungen oder falsch dimensionierte Halterungen typische Ursachen für Schäden sind. In der Praxis zeigt sich häufig, dass solche Fehler erst nach Monaten oder Jahren zum Vorschein kommen, wenn Stürme oder starke Schneelasten die Schwachstellen offenbaren. Die Gewährleistungsfristen betragen je nach Vertragsart mehrere Jahre. Um Ansprüche geltend zu machen, müssen Eigentümer jedoch nachweisen, dass der Schaden auf einen Montagefehler zurückgeht. Regelmäßige Prüfberichte einer unabhängigen Inspektion sind dafür ein wichtiges Beweismittel.
Die Gewährleistung deckt keine Schäden ab, die durch unsachgemäße Nutzung, mangelnde Wartung oder äußere Einflüsse entstehen. Wenn also ein Modul aufgrund einer verstopften Dachrinne beschädigt wird oder ein Tier die Kabel anfrisst, ist der Installateur nicht haftbar. In diesen Fällen greifen andere Absicherungen, wie die Herstellergarantie oder eine Versicherung. Für Hausbesitzer ist es daher wichtig, alle Dokumente und Protokolle aufzubewahren. Eine lückenlose Dokumentation ist die Grundlage, um im Streitfall zu beweisen, dass die Anlage ordnungsgemäß genutzt und gewartet wurde.
Herstellergarantie – Versprechen des Produzenten
Neben der Gewährleistung bietet der Hersteller der Module und Komponenten meist eine Garantie. Diese ist eine freiwillige Leistung und kann in Umfang und Dauer variieren. Häufig umfasst die Produktgarantie eine Leistungsgarantie, die einen bestimmten Wirkungsgrad über einen definierten Zeitraum sichert, sowie eine Materialgarantie. Branchenanalysen zeigen, dass Herstellergarantien oft länger laufen als die gesetzliche Gewährleistung und eine wichtige Ergänzung darstellen. In der Praxis zeigt sich häufig, dass Materialfehler wie defekte Bypassdioden, Glasbruch ohne äußere Einwirkung oder vorzeitige Alterung von EVA-Folien unter die Garantie fallen.
Um Garantieansprüche nicht zu verlieren, müssen die Bedingungen des Herstellers eingehalten werden. Dazu gehören in der Regel eine fachgerechte Montage und regelmäßige Wartung nach Herstellervorgaben. Einige Garantien verlangen, dass ein Fachbetrieb die Anlage in festgelegten Intervallen prüft und dokumentiert. Wird diese Dokumentation nicht vorgelegt, kann der Hersteller den Anspruch ablehnen. Deshalb ist auch hier ein professioneller Prüfbericht wichtig. Hausbesitzer sollten vor dem Kauf einer Anlage die Garantiebedingungen genau prüfen und sicherstellen, dass die Anforderungen erfüllbar sind.
Photovoltaikversicherung – Schutz vor externen Schäden
Während Gewährleistung und Herstellergarantie sich auf Montage- und Materialfehler konzentrieren, deckt eine spezielle Photovoltaikversicherung Schäden ab, die durch äußere Einflüsse entstehen. Dazu gehören Sturmschäden, Hagel, Blitzschlag, Überspannung, Brand, Diebstahl und Vandalismus. In Berlin und Brandenburg, wo Unwetter und Sturmereignisse zunehmen, bietet eine solche Versicherung einen umfassenden Schutz. Branchenanalysen zeigen, dass die Versicherung je nach Anbieter unterschiedliche Bedingungen hat. Einige Policen übernehmen auch Ertragsausfälle, wenn die Anlage aufgrund eines Schadens zeitweise ausfällt.
In der Praxis zeigt sich häufig, dass Versicherer die Schadensregulierung an Wartungsnachweise koppeln. Wird ein Schaden gemeldet, verlangen sie Prüfberichte, Fotos und Inspektionsprotokolle als Nachweis, dass die Anlage ordnungsgemäß installiert und gewartet wurde. Ohne diese Belege kann es zu Problemen bei der Regulierung kommen. Darüber hinaus ist es wichtig, den Deckungsumfang genau zu prüfen: Einige Versicherungen gelten erst ab einer bestimmten Windstärke, andere schließen Schäden durch allmählichen Verschleiß aus. Hauseigentümer sollten daher die Vertragsbedingungen sorgfältig lesen und bei Bedarf nachbessern.
Regelmäßige Inspektionen sichern Ansprüche
Ob Gewährleistung, Herstellergarantie oder Photovoltaikversicherung – alle Absicherungen bauen auf der Prämisse auf, dass die Anlage fachgerecht betrieben wird. Regelmäßige Inspektionen sind daher unverzichtbar. Eine drohnengestützte Prüfung ermöglicht es, Schäden frühzeitig zu erkennen und zu dokumentieren. In Berlin und Brandenburg erfordert die Solarpflicht auf Neubauten zusätzliche Nachweise gegenüber Behörden und Eigentümergemeinschaften. Die Inspektion umfasst optische und thermografische Analysen, die Mikrorisse, Hotspots oder lose Kontakte sichtbar machen. In der Praxis zeigt sich häufig, dass Eigentümer, die jährlich eine Inspektion durchführen lassen, nicht nur die Lebensdauer ihrer Anlage verlängern, sondern auch im Schadensfall schneller und unkomplizierter entschädigt werden.
Neben der technischen Überprüfung spielt die Dokumentation eine große Rolle. Protokolle sollten den Zustand der Module, des Wechselrichters, der Unterkonstruktion und der Verkabelung festhalten. Fotos und Temperaturdiagramme ergänzen den Bericht. Diese Unterlagen dienen als Nachweis gegenüber dem Installateur, dem Hersteller und dem Versicherer. Sie zeigen, dass die Anlage sachgemäß betrieben wird und Schäden nicht durch Vernachlässigung entstanden sind. Wer zusätzlich ein Wartungs-Abo abschließt, profitiert oft von günstigeren Versicherungsprämien und verlängerten Garantiebedingungen.
Fazit zur Photovoltaik Versicherung und Garantie
Der Schutz einer Photovoltaikanlage basiert auf mehreren Säulen: der Gewährleistung des Installateurs, der Herstellergarantie und einer optionalen Photovoltaikversicherung. Jede dieser Absicherungen deckt unterschiedliche Risiken ab und hat eigene Voraussetzungen. Branchenanalysen zeigen, dass viele Streitfälle darauf zurückzuführen sind, dass diese Unterschiede nicht bekannt sind oder Wartungsnachweise fehlen. In der Praxis zeigt sich häufig, dass regelmäßige Inspektionen und eine lückenlose Dokumentation entscheidend sind, um Ansprüche erfolgreich geltend zu machen. Hausbesitzer in Berlin und Brandenburg sollten sich daher frühzeitig mit den Vertragsbedingungen auseinandersetzen, die geeigneten Versicherungen wählen und ihre Anlage fachgerecht warten lassen. Eine drohnengestützte Inspektion erleichtert die Schadenserkennung, erhöht die Sicherheit und hilft, die Lebensdauer der Anlage zu maximieren. Indem Sie Ihre Anlage gut absichern und pflegen, sichern Sie Ihre Investition langfristig und leisten einen Beitrag zur regionalen Energiewende.








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