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Sturmschäden Photovoltaik: Risiken erkennen und die eigene Anlage schützen

  • Autorenbild: René
    René
  • 9. Dez. 2025
  • 5 Min. Lesezeit

Unwetterereignisse nehmen zu, und auch in Berlin und Brandenburg häufen sich Berichte über Stürme, Starkregen und Hitzeperioden. Für Hausbesitzer mit Photovoltaik‑Anlage stellt sich die Frage, wie widerstandsfähig ihre Technik gegen diese Extremwetterereignisse ist. Branchenanalysen zeigen, dass unsachgemäß montierte Module bei Sturm beschädigt oder gar vom Dach gerissen werden können. In der Praxis zeigt sich häufig, dass Feuchtigkeit, Hagel und UV‑Belastung zu Mikrorissen und Hotspots führen, die den Ertrag mindern und Sicherheitsrisiken bergen. Um langfristige Schäden zu vermeiden, braucht es vorbeugende Maßnahmen und regelmäßige Inspektionen. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über typische Sturmschäden an Photovoltaikanlagen, erläutert Ursachen und Folgen und zeigt, wie eine drohnengestützte Untersuchung Risiken minimiert.



Typische Schadensbilder durch Sturm, Hagel und Hitze



Die Sturmschäden Photovoltaik können sehr vielfältig sein. Ein häufiges Bild nach einem Sturm sind gelockerte oder abgerissene Montageschienen. In der Praxis zeigen sich Schäden vor allem an den Befestigungspunkten: Schrauben lockern sich, Klemmen verbiegen oder komplette Module werden vom Dach gehoben. Dadurch entsteht nicht nur ein wirtschaftlicher Schaden, sondern auch ein Sicherheitsrisiko für Menschen und Eigentum. Hinzu kommt, dass Starkregen Wasser unter die Dachhaut drückt. Eindringende Feuchtigkeit verursacht Schimmel in der Dämmung und beschädigt die elektrische Isolation.


Hagelschläge hinterlassen oft unscheinbare Mikrorisse in den Zellen. Diese feinen Brüche sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen, können jedoch Hotspots verursachen. Sobald einzelne Zellen defekt sind, erhitzen sie sich stärker als ihre Umgebung. Erfahrungen aus der Praxis deuten darauf hin, dass solche Hotspots das Risiko von Brandereignissen erhöhen und die Lebensdauer der Module verkürzen. Auch extreme Hitzeperioden sind für PV‑Anlagen eine Belastung. Anhaltend hohe Temperaturen führen zu Ausdehnungen der Materialien und verschärfen vorhandene Mikrorisse. UV‑Strahlung lässt Kunststoffe altern und verursacht Verfärbungen oder Delamination der Schutzfolien. Alle diese Effekte zusammen können zu erheblichen Ertragsverlusten führen.


Ursachen von Sturmschäden – Installation und Wartung im Fokus



Viele Sturmschäden Photovoltaik sind nicht ausschließlich auf das Wetter zurückzuführen, sondern auf Mängel bei Planung und Montage. Unsachgemäß berechnete Statik, falsch dimensionierte Schrauben oder ein unzureichendes Fundament schwächen die Befestigung. In der Praxis zeigt sich häufig, dass auch Montagefehler wie lose Klemmpunkte oder fehlende Zugentlastungen von Kabeln für spätere Schäden verantwortlich sind. Wenn Halterungen nachgeben, können sich Module im Sturm wie Segel verhalten und sich vom Dach lösen. Ebenso wichtig ist der Übergang zum Dach selbst: Undichte Anschlussstellen zwischen Dachhaut und Modulträgern ermöglichen das Eindringen von Wasser. Eine sorgfältige Dokumentation der Installation und die Verwendung geprüfter Komponenten sind daher essenziell.


Auch die Wartung beeinflusst, wie gut eine Anlage Stürmen standhält. Korrodierte Schrauben, verfettete Dichtungen oder poröse Dichtungsmaterialien können bei starker Windlast versagen. Branchenanalysen zeigen, dass regelmäßige Inspektionen lose Verbindungen und beginnende Risse frühzeitig erkennen lassen. Für Hausbesitzer empfiehlt es sich, die Dachaufbauten regelmäßig zu begutachten und bei Bedarf nachzuziehen oder zu ersetzen. Je länger eine Anlage unkontrolliert auf dem Dach verbleibt, desto größer das Risiko, dass sich kleine Schäden unbemerkt ausweiten. Eine professionelle Wartung reduziert diese Gefahr erheblich.


Versicherungen und Garantieansprüche – warum Nachweise wichtig sind



Sturmschäden können hohe Kosten verursachen. Viele Gebäude- und Photovoltaik‑Versicherungen decken Schäden ab Windstärke 8 oder höher ab. Voraussetzung ist jedoch, dass die Anlage fachgerecht installiert und gewartet wurde. In der Praxis zeigen sich immer wieder Schwierigkeiten bei der Regulierung, wenn keine regelmäßigen Prüfprotokolle vorliegen. Versicherer fordern oft Nachweise über den Zustand der Anlage vor dem Schadensereignis. Eine dokumentierte Sturmschäden Photovoltaik‑Inspektion erfüllt diese Anforderungen und verbessert die Chancen auf Erstattung.


Auch Garantieansprüche gegenüber Herstellern setzen eine ordnungsgemäße Nutzung voraus. Wenn Mikrorisse oder Delaminationen auf unsachgemäße Reinigung oder mangelhafte Wartung zurückzuführen sind, kann der Hersteller die Haftung ablehnen. Wer dagegen regelmäßige Kontrollen belegt, zeigt, dass Schäden nicht durch fahrlässiges Verhalten entstanden sind. Ein professioneller Prüfbericht gibt detailliert Auskunft über den Zustand von Modulen, Verkabelung und Unterkonstruktion. Hausbesitzer sollten daher auf Inspektions‑Abos achten, die neben der jährlichen Kontrolle auch Berichte nach jedem Extremwetterereignis umfassen.



Drohneninspektion – schnelle Hilfe nach dem Sturm



Nach einem Unwetter muss es schnell gehen, um Schäden zu entdecken und Folgeschäden zu verhindern. Die drohnengestützte Inspektion hat sich als effizientes Verfahren für die Diagnose von Sturmschäden Photovoltaiketabliert. Eine Drohne erreicht problemlos alle Dachbereiche und liefert hochauflösende Bilder. Durch den Einsatz von Wärmebildkameras lassen sich Hotspots und feuchte Stellen identifizieren, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Diese Technologie spart Zeit und Kosten, da Gerüste oder Arbeitsbühnen entfallen. In der Praxis zeigen sich deutliche Vorteile: Schäden werden binnen kurzer Zeit lokalisiert, die Sicherheit des Personals bleibt gewahrt und die Anlage kann schnell wieder in Betrieb genommen werden.


Dabei ist die Interpretation der Daten entscheidend. Fachkundige Auswertung erkennt, ob ein Modul nur leicht beschädigt ist oder ausgetauscht werden sollte. Auch die Qualität der Montage lässt sich aus der Luft beurteilen: Verschobene Schienen, lose Klemmen oder Spannungsrisse im Glas sind auf den Bildern deutlich zu sehen. Bei Verdacht auf Wassereintritt wird zusätzlich eine Feuchtemessung empfohlen, um das Dach selbst zu überprüfen. Hausbesitzer erhalten im Anschluss einen detaillierten Bericht mit Empfehlungen für Reparaturen und Verbesserungen. Diese Transparenz erleichtert Gespräche mit Versicherungen und ermöglicht zielgerichtete Maßnahmen.


Präventionsmaßnahmen – so bewahren Sie Ihre Photovoltaikanlage vor Sturmschäden



Der beste Schutz vor Sturmschäden Photovoltaik ist eine vorausschauende Planung und regelmäßige Vorsorge. Bereits vor der Installation sollte ein Fachbetrieb die Statik des Dachs prüfen und die Befestigungssysteme dimensionieren. Bei bestehenden Anlagen lohnt es sich, alle Schraubverbindungen, Klemmen und Halterungen vor der Sturmsaison zu kontrollieren. Korrodierte oder gelockerte Teile sollten ausgetauscht werden. Zusätzlich ist es ratsam, Vegetation in unmittelbarer Nähe der Anlage regelmäßig zu kürzen, damit herabfallende Äste keine Module beschädigen.


Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Blitz- und Überspannungsschutz. Blitzschläge sind selten, doch Überspannungen durch entfernte Einschläge können Wechselrichter zerstören. Ein geprüfter Schutzmechanismus reduziert dieses Risiko. Darüber hinaus sollten Hausbesitzer ihre PV‑Anlage in ein Monitoring‑System integrieren, das Fehlermeldungen und Leistungsverluste sofort anzeigt. So lässt sich schnell reagieren, wenn nach einem Unwetter eine Störung auftritt. Nicht zuletzt ist eine regelmäßige Schulung der Eigentümer sinnvoll. Wer weiß, worauf zu achten ist, kann kleine Probleme selbst erkennen und Fachbetriebe rechtzeitig einschalten.



Fazit



Stürme, Hagel und Hitze gehören zu den größten Risiken für Photovoltaik‑Anlagen, doch mit der richtigen Vorbereitung lassen sich Schäden deutlich reduzieren. Typische Schadenbilder reichen von gelockerten Montagepunkten über Mikrorisse bis hin zu Hotspots, die langfristig zu Brandgefahr führen können. Viele dieser Defekte entstehen durch unsachgemäße Installation oder fehlende Wartung. Eine regelmäßige drohnengestützte Inspektion ermöglicht es, Sturmschäden frühzeitig zu identifizieren, bevor sie größere Reparaturen erforderlich machen. Versicherer und Hersteller verlangen immer öfter Nachweise über den Zustand der Anlage; ein professioneller Prüfbericht erfüllt diese Anforderungen und sichert Garantieansprüche. Präventive Maßnahmen wie die Kontrolle von Befestigungen, ein Blitzschutz und das Zurückschneiden von Vegetation erhöhen die Widerstandsfähigkeit der Anlage. Für Hausbesitzer in Berlin und Brandenburg ist es besonders wichtig, sich auf Extremwetter vorzubereiten, denn regionale Erfahrungen zeigen eine steigende Zahl von Sturmschäden. Durch vorausschauende Planung und regelmäßige Inspektion bleibt die Photovoltaik‑Anlage ein nachhaltiger und sicherer Energielieferant.

Drohnenpilot und im Hintergrund eine zerstörte PV-Anlage auf einem Feld

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